Biographie
Am Anfang waren Joint Venture. Und ihr Geist schwebte über den Tälern und Bergen, und seltsame Geschicke führten im Jahre 2002 zu dem, was heute nur noch unter dem Namen, Jesus Weed and the dirty seed of hate bekannt ist.
Rauchen, Frauen, Alkohol, Rock’n'Roll, Maloche, Unmut über Politik und Gesellschaft, vieles spielt in die Welt von Jesus Weed hinein. Musikalisch längst über den Tellerrand ihrer hartmetallischen Vergangenheit hinausschauend vermischen die Jungs akustische Gitarrenklänge mit deutschen Texten über all die Kleinigkeiten, die am Straßenrand der Autobahn die Leben heißt, liegen. Mal lakonisch, mal drakonisch, melancholisch oder debil, aber immer mit einem Augenzwinkern. Politisch? Klar, und dergleichen unkorrekt, sind Jesus Weed Teil einer neuen Generation von Liedermachern, die statt dem Zeigefinger lieber den Mittelfinger hebt… und der I.G. N.o.r.d., aber dass ist eine andere Geschichte.
Wie alles begann
Der musikalische Urknall für Jesus Weed and the dirty seed of hate war das letzte Joint Venture Konzert (Mai 2000), welches die Jungs auf einer der geilsten Partys die FDS je gesehen hatte in unserem Garten ablieferten und den folgenden Nachwehen, nach dem viel zu frühen Tod von Kleinti Simon am 05. Juni 2000 und damit auch dem Ende von Joint Venture. Joint Venture haben unser Leben nachträglich beeinflusst. Für mich war es die Begleitmusik eines neuen Lebensabschnittes, von kiffen und chillen, von meiner Selbstfindung. Wir fingen an aus Spaß und irgendwie auch aus Wehmut die genialen Songs zu zocken, soweit sie uns mit unseren begrenzten musikalischen und vor allem stimmlichen Möglichkeiten gelangen. Aus reiner Gaudi zockten wir im Spätsommer und Herbst 2001 zwei Konzerte mit Joint Venture Klassikern, damals schon unter dem Namen Jesus Weed and the dirty seed of hate. Und die positiven Reaktionen haben uns damals echt überrascht. Irgendwann kam dann Durin mit dem Text von Freitag dem Zweiten an, einer Neuinterpretation von Joint Ventures Freitag, bezogen auf unser damaliges Band-Familien-Leben. Und kurze Zeit später hatten wir mit Papyrus et diabolo unseren ersten eigenen Song am Start, dass muß im Januar oder Februar 2002 gewesen sein. Nach dem Ende von CERTAMEN saßen Durin und Ich oft zusammen, rauchten und tranken, schrieben Songs, hockten am Fluß beim alten Proberaum und sinnierten über den Sinn des Lebens und über unsere musikalische Zukunft. Im Laufe des Jahres schrieben wir einen Haufen Songs, und spielten am 21.09.02 unser erstes richtiges Konzert mit eigenem Programm. Und es ging weiter, zum Ende von 2002 hatten wir 16 Lieder fertig, von denen wir im Dezember 6 für unsere erste CD „For those about to smoke – Weed salute you“ in Da-ve’s „Zähringer Echo“ in Freiburg aufnahmen. Im Jahr 2003 und 2004 waren wir viel auf Tour, haben über 50 Gigs gespielt, mit den meisten Vertretern der neuen Generation Liedermacher, wie Götz Widmann, Strom & Wasser, Burger oder Frische Mische die Bühne geteilt, haben 3 Liedermacher Open Airs (W:L:O:A) und 2 Indoor-Festivals organisiert und weiter kräftig Songs geschrieben. Im April 2005 wars dann soweit: Studio. Das erste mal professionell Aufnehmen. Es hat sich gelohnt. Heraus kam unser zweiter Silberling “THC-Ratiopharm”, 13 Songs plus Intro, über 53 Minuten Spielzeit, ich denke damit sind wir nun erwachsen geworden.
WWW: www.jesusweed.de

